Kaffeefahrt ins Tortenglück

Konditor mit Torten vor Kuchentheke

Kaffee-Kuchen-Tipp zum Wochenende: das Café Rosenow in Rösrath

Ich habe gehört, im Café Rosenow in Rösrath gibt es richtig leckeren Kuchen. Als leidenschaftlicher Feinschmecker muss ich mich davon natürlich selbst überzeugen. Und so viel sei im Vorfeld schon verraten: Es war köstlich, und zwar so richtig!

Zur Vorgeschichte

Ein Arbeitskollege hat mir den Tipp gegeben: Wenn man richtig leckeren Kuchen essen will, müsse man nach Rösrath, sagte er letztens kauend mit einem trockenen Zitronenkuchen im Mund. Den bringt eine Kollegin jedes Jahr zu ihrem Geburtstag mit ins Büro. Ich also am Sonntag Frau und Kind eingepackt, in den vareo gestiegen und nach Rösrath gefahren. Das Gute am Zugfahren: Die Kleine ist leicht zu beschäftigen. Im Auto quengelt sie die meiste Zeit, im Zug ging die Fahrt mit Memory-Spielen und Zugerkundung aber ziemlich schnell vorbei. Am Bahnhof Hoffnungsthal, im angeblich ältesten Stadtteil Rösraths, sind wir schließlich ausgestiegen. Von dort dann die letzten 500 Meter weiter mit Handy-Navi und gesundem Menschenverstand zum Tipp des Kollegen: ins Café Rosenow in der Hauptstraße 270.

Hmmm … lecker!

Wer steht nicht auf das Aroma von frisch gebrühtem Kaffee? Beim Öffnen der Tür schlägt uns genau dieser Duft entgegen – herrlich. Dazu jetzt ein, zwei oder drei saftige Tortenstücke. Nur welche? Ich muss wirklich lange überlegen, denn hier gibt’s Köstlichkeiten, so weit das Auge reicht. Ich bin nicht sonderlich entscheidungsfreudig und bei großer Auswahl fällt mir das noch schwerer. Rahmapfel? Schwarzwälder Kirsch? Die köstlich marmorierte Hoffnungsthaler Charlottesahne oder eine Engadiner Nusstorte, die man echt selten bekommt??? Eine Entscheidung muss her, und den Anfang macht ein saftiges Zitronenbaiser. In erster Linie, weil es wirklich lecker aussieht. Und das ist es auch. Meine Frau steht eher auf was Fruchtiges und wird mit einer Kostprobe der Florentiner Apfeltorte mehr als zufriedengestellt. Ich darf natürlich auch mal probieren. Und stelle fest: Fruchtiges hat dieser begnadete Konditor ebenfalls drauf. Beim zweiten Stück fällt die Wahl auf eine Sachertorte. Die geht immer, und in diesem Tortenparadies schmeckt sie – auch außerhalb Wiens – bestimmt besonders gut. Ich soll recht behalten und genieße einen Traum aus feinem Pflaumenmus und Zartbitterschokolade. Eine dritte Kostprobe wäre eigentlich zu viel gewesen, aber die Windbeutel in der Auslage lachen mich wirklich an. Gekauft! Ich weiß gar nicht, wo es die zu Hause noch gibt. Und während ich mir zum Abschluss diese luftig-leichte Leckerei gönne, denke ich: Alleine für den Windbeutel lohnt sich schon die Fahrt nach Rösrath.

Rösrath kann sich sehen lassen!

So, die letzte Stunde Tortenschlemmen hat ihre Spuren hinterlassen. Ein Schläfchen wäre jetzt genau das Richtige. Das Problem: Der Nachwuchs hat nicht wirklich Sitzfleisch und braucht Action. Die kann ich der Kleinen in meinem Food-Koma aber momentan nicht bieten. Der Kompromiss: ein gemütlicher Verdauungsspaziergang. Auf den freundlichen Hinweis eines vorbeilaufenden Einheimischen hin landen wir schließlich am Schloss Eulenbroich. Der gelbe Torbogen scheint eine Art Wahrzeichen der Stadt zu sein. Das Schloss dient heute als Event-Location und ist wirklich beeindruckend. Wer heiraten möchte, kann das hier tun. Für mich wäre das nichts, bin ja ohnehin schon unter der Haube. Nichtsdestotrotz rundet der Spaziergang den Ausflug schön ab, bevor es – diesmal vom Bahnhof Rösrath – wieder in Richtung Heimat geht. Wir müssen uns sogar noch richtig beeilen, denn am Bahnsteig angekommen, steht der Zug schon da mit offenen Türen – bereit zur Abfahrt. Zum Glück haben wir uns morgens das Tagesticket gekauft und können deswegen direkt einsteigen. Anders wäre das nichts geworden mit dem angepeilten Tatort um 20.15 Uhr. Obwohl wir im Nachhinein ruhig noch etwas im beschaulichen Rösrath hätten bleiben können, die schauspielerische Leistung des Kommissarteams aus Wien war die Hektik zum Schluss jedenfalls nicht wert.

Übrigens: Mittlerweile hab ich entdeckt, dass es eine Filiale des Café Rosenow auch in Köln am Heumarkt 65 gibt. Hier ist es zwar nicht ganz so beschaulich wie im Rösrather Stammhaus, dafür kommt ihr aber ganz bequem auch mit dem vareo auf der Eifelstrecke hin!

Weitere Informationen zu eurer Anreise mit dem vareo-Zug findet ihr hier.

 

 

Verfasst von

Bahnreiser, Naturbursche und Freizeitentdecker!