Urlaubstag in Bad Neuenahr

Glückliches Paar im Kurpark Bad Neuenahr

Mit Hund und Freund zum Entspannen an der Ahr

Endlich mal wieder raus aus dem Alltag. Das Bedürfnis kennt bestimmt jeder. Daher haben mein Freund und ich uns letztes Wochenende dazu entschlossen, einen Ausflug zu machen. Am besten irgendwohin, wo wir noch nicht waren, mal was anderes sehen und einfach ein bisschen Urlaubsfeeling genießen. Bei unseren Überlegungen kam mir plötzlich der Einfall: ein Urlaubstag in Bad Neuenahr! Und es hat sich gelohnt!

Meine Tante war dort zur Reha letztes Jahr und sie hat immer so davon geschwärmt. Leider fehlte mir während ihres Aufenthalts immer die Zeit, sie mal besuchen zu fahren. Jetzt ist sie zwar wieder zurück, aber das sollte uns nicht davon abhalten, das schöne Städtchen mal zu besuchen.

On the way

Mit Hund, Picknick, Decke und unserem Lieblingsspiel Boule im Rucksack ging es dann also am Samstagmorgen zum Bahnhof. Und wir hatten echt Glück mit dem Wetter – schon morgens hat uns die Sonne begrüßt und bis auf ein paar harmlose Wolken hätte es wettertechnisch nicht besser sein können. Das hat dann auch für die fünf Minuten Zugverspätung entschädigt. Auf der Fahrt haben wir den Ausblick und unser zweites Frühstück genossenFür Hunde muss man übrigens einen ermäßigten Einzelfahrschein lösen, dann ist das mit der Bahn gar kein Problem. Als wir am Bahnhof Bad Neuenahr ausgestiegen sind, ging es erst mal via Handy-GPS runter zur Ahr. Auf dem Weg dorthin kamen wir übrigens an der Tourist-Information vorbei – da könnt ihr euch bei Interesse direkt mal beraten lassen. Auf Sightseeing waren wir aber an diesem Tag nicht so aus. Ich hatte mir nur ein paar Tipps von meiner Tante gemerkt, zum Beispiel einfach nur an der Ahr entlangschlendern und die tolle Aussicht genießen. Gesagt, getan. Locke, unser Hund, war auch total aufgeregt. Neue Gegend, tolles Wetter und so viele neue Eindrücke – auch für uns wohlgemerkt.

Next stop: Kurpark

Nach einer kurzen Rast auf einer der Bänke und einem kleinen Obstsalat als Stärkung liefen wir weiter in den Kurpark von Bad Neuenahr – wow! Hier hat der Frühling so richtig eingeschlagen. Saftige grüne Wiesen, große Bäume, schöne Wege, Wasser und blühende Blumen – sorry, mit den Namen kenne ich mich nach wie vor nicht aus. Ich bin schon froh, wenn ich Gänseblümchen erkenne *lach*. Jedenfalls machte uns bei dem Anblick der kleine Eintritt von 3 Euro auch nichts aus. Es dauerte nicht lange, bis wir ein gemütliches Plätzchen und einen Stock für Locke gefunden hatten. Nach einer kleinen Runde Auspowern legte sich unser braun-weißer Mischling müde in die Sonne. Wir hingegen waren jetzt bereit für unser Boule-Spiel! Und wer hat am Ende gewonnen? Mein Freund natürlich … irgendwie hat er da einfach mehr Geschick. Nachdem wir mit Locke noch eine Weile faul auf die Decke lagen und einfach die Ruhe und Sonne genossen, waren auch schon ein paar Stunden vergangen.

Good to know

Man kann hier im Kurpark übrigens auch Wassertreten im Kneippbereich, um den Blutkreislauf anzuregen oder sich im Lesesaal eine Zeitschrift schnappen. Außerdem werden täglich Trinkkuren mit dem Bad Neuenahrer Heilwasser im Lesesaal und in der Trinkhalle angeboten. Und von 15 Uhr bis 15.30 Uhr sprudelt täglich die Fontäne des Großen Sprudels, das haben wir per Zufall auf dem Rückweg bemerkt und uns dann mal schlaugemacht. Er entspringt in einer Tiefe von 95 Metern und spuckt sein 36 Grad warmes Heilwasser bis zu zehn Meter über die Oberfläche – von der Heilungskraft gepackt, zog es uns dann noch schnell zur Trinkhalle, um das von wertvollen Mineralen und Spurenelementen geprägte Wasser zu kosten…probiert es doch einfach mal selbst!

 At the end

Danach ging es dann langsam zurück Richtung Bahnhof. Die Kekse hatten wir schon fast aufgefuttert und von den Broten waren noch zwei Hälften da. Hätten wir uns nicht so viel mitgenommen, wären wir in eins der vielen Cafés oder Restaurants gegangen. Da waren einige schon sehr einladend. Naja, vielleicht beim nächsten Mal und wenn es etwas wärmer ist. Dann kann Locke mit uns draußen auf einer der Terrassen sitzen. Wir haben an diesem Tag noch längst nicht alles gesehen, was das kleine Städtchen zu bieten hat. Der zugehörige Ortsteil Ahrweiler mit seinen Fachwerkhäusern soll übrigens auch total sehenswert sein – auch als historische Rotweinmetropole bekannt. Vielleicht geht unser nächster Ausflug auch mal dorthin. Meine Tante fand es jedenfalls auch dort super schön. Ganz anders als Ahrweiler, aber genau das macht ja den Charme von Bad Neuenahr-Ahrweiler, dieser sogenannten „Stadt mit zwei Gesichtern“, aus.

Weitere Informationen zu eurer Anreise mit dem vareo-Zug findet ihr hier.

 

Verfasst von

Man muss das Leben tanzen! (Nietzsche)