Grafenwerth und Co. – ein toller Tagesausflug

Grafenwerth

 

Reif für die Insel!

Stadt adé – zumindest für einen Tag. Gemeinsam mit zwei Freundinnen starte ich bei Sonnenschein zu einem Ausflug auf die kleine Insel Grafenwerth. Die Insel ist wirklich klein, darum haben wir unseren Trip noch mit einem kurzen Abstecher nach Remagen und einem Besuch im Wildpark Rolandseck verbunden.

Die Hinfahrt

Es gibt zwei Möglichkeiten, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bonn nach Grafenwerth zu kommen: entweder »rechtsrheinisch«, dann steigt man in Bad Honnef aus und kann vom Bahnhof aus bequem zu Fuß über eine der Brücken auf die Insel laufen. Oder man nähert sich auf der linken Seite des Rheins und nimmt von Rolandseck  aus die sehr günstige Fähre auf die andere Seite des Flusses. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zur Insel. Gestartet haben wir allerdings unseren Ausflug direkt mit einer Eispause im „staatlich anerkannten Fremdenverkehrsort“  Remagen.

Erstes Ziel: Remagen

Nachdem mir Freunde berichtet hatten, wie schön Remagen ist, überzeuge ich mich heute selbst davon. Und tatsächlich: Remagen ist voll von süßen kleinen Gassen mit Fachwerkhäusern, hübschen Plätzen und einer schönen Flusspromenade. Übrigens auch ein idealer Spot, um das Spektakel » Rhein in Flammen ansehen« zu bestaunen.

Weiter geht’s nach Rolandseck

Nach einer Weile brechen wir wieder auf, schließlich haben wir noch einiges vor heute. Da wir ja nun schon auf der linken Rheinseite sind, wollen wir als Nächstes den Wald- und Wildpark Rolandseck besuchen, der ein Stück nördlich von Remagen liegt. Wir steigen am Bahnhof in die nächste Regionalbahn nach Rolandseck und laufen von dort aus etwa zehn Minuten einen kleinen Berg hinauf zum Parkeingang. Bestens mit Wildfutterbeuteln ausgestattet, die man am Eingang kaufen kann, beginnen wir unseren Rundgang. Hinter dem Eingang erwartet uns allerdings erstmal ein großer und gut besuchter Spielplatz, dahinter begrüßen uns zwei Esel neben einem unbewohnten Kaninchengehege.

Ein Spaziergang durch den Wildpark

Auf rund 350.000 größtenteils naturbelassenen m² erwarten uns auf dem hügeligen Gelände zahlreiche Wanderwege und große Wald- und Wiesenflächen. Hier läuft das Wild teilweise sogar frei herum. Die Wildschweine und Hochlandrinder haben aber ihre eigenen Gehege und von den Zäunen aus kann man diese Tiere gut beobachten und füttern. Da es im Frühjahr Nachwuchs gegeben hat, bekommen wir heute auch viele Frischlinge zu Gesicht. Wenig Interesse an unserem Futter haben Schafe, Ziegen und Alpakas, dafür lassen sie sich aber brav fotografieren.

Mit Kindern kann man sich hier wahrscheinlich den ganzen Tag vertreiben. Wir haben aber nach einem ausgedehnten Spaziergang genug gesehen und machen uns nach ungefähr zwei Stunden wieder auf den Weg zum Ausgang. Dort besteigen wir noch den Aussichtsturm, von dem aus man einen tollen Blick auf den Rhein, die beiden Inseln Nonnenwerth und Grafenwerth sowie auf das Siebengebirge hat.

Mit der Fähre nach Bad Honnef

Von Rolandseck aus setzt eine kleine Fähre zur anderen Rheinseite über. Die Anlegestelle befindet sich in direkter Nähe zum Bahnhof, wir müssen also nicht lange suchen. In wenigen Minuten hat die Fähre den Rhein überquert und wir können in Bad Honnef wieder an Land gehen. Von hier aus sind es nur ein paar Meter bis zur Brücke, die die Insel Grafenwerth mit dem Festland verbindet. Grafenwerth ist nur 1,20 × 0,26 km groß, bietet aber eine Menge Freizeitmöglichkeiten: ein großes Freibad, auf dessen Gelände man auch Minigolf, Beachsoccer und Volleyball spielen kann und Tennisplätze. Da bleibt leider nicht mehr viel Platz für Natur.

Ein Nachmittag auf der Insel Grafenwerth

Nach unserer Inselumrundung ist es Zeit für einen Biergartenbesuch mit einem kühlen Radler und einer Portion Pommes Frites. Neben dem typischen Biergarten mit Selbstbedienung gibt es hier auch ein richtiges Restaurant, das heute allerdings durch eine geschlossene Gesellschaft belegt wird. An der äußersten Spitze der Insel, also noch hinter dem Biergarten, befindet sich ein schmaler Streifen Land, an dem sich viele Besucher sonnen und einige auch mit den Füßen im seichten Rheinwasser planschen. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf das Siebengebirge mit dem Drachenfels auf der einen, und dem gegenüberliegenden Rodderberg mit dem berühmten Rolandsbogen auf der anderen Seite.

Am frühen Abend machen wir uns von Bad Honnef aus auf den Rückweg nach Bonn. Uns hat unsere Ausflugsziel-Kombi sehr gut gefallen. Ganz in der Nähe liegen übrigens auch das Arp Museum und der berühmte Rolandsbogen. Und sicherlich gibt es auch in Bad Honnef und Remagen noch vieles zu entdecken. Grund genug, zu weiteren Ausflügen in diese Region aufzubrechen!

Den ausführlichen Erlebnisbericht lest ihr auf www.bonndentdecken.de

Weitere Infos zu eurer Anreise findet ihr hier.

Verfasst von

Hi, ich bin Sarah. Lebe in und blogge aus Bonn. Erfahrt mehr über mich und meine Reiseleidenschaft auf meinem Blog | www.tonlosekunst.de/tonlosekunst_blog