Henry Moore Ausstellung im Arp Museum Rolandseck

Bahnhof Rolandseck

Letzte Woche hat es mich ins Arp Museum nach Rolandseck gezogen. Noch bis zum 07. Januar 2018 können sich Besucher dort Skulpturen und Zeichnungen des Künstlers anschauen. Lest hier über meine Eindrücke beim Ausstellungsbesuch.

Das Arp Museum

Näher geht’s nicht. Das Museum befindet sich direkt am Bahnhof – teilweise im historischen Bahnhofsgebäude und teils in einem beeindruckenden Neubau von Architekt Richard Meier. Aufgrund der Hanglage hat man von den oberen Stockwerken aus einen tollen Blick über den Rhein und das Siebengebirge. Da wären fast schon allein Architektur und Lage des Museums einen Besuch wert. Die großen, hellen Ausstellungsräume mit ihren vielen Fensterfronten, das offene Treppenhaus, die Außenbereiche vor und hinter dem Gebäude mit weiteren Skulpturen und einer kleinen, angrenzenden Schafweide und das wunderschöne Bistro Interieur No. 253 im hauseigenen Festsaal.

Einiges zu Henry Moore

Henry Moore, 1898 in England geboren und 1986 gestorben, gehört mit seinen großen, organisch geformten Skulpturen zu den wichtigsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. 1948 gewann Moore den großen Preis für Skulptur bei der Biennale in Venedig, so wie sechs Jahre nach ihm auch Hans Arp. Ähnlichkeiten zwischen Arp – dem das Museum in Rolandseck gewidmet ist – und Moore lassen sich auch in ihren Kunstwerken feststellen. Seit den Zwanzigerjahren beschäftigten sich viele Künstler mit den Formen der Natur. Und so ließen sich auch Henry Moore und Hans Arp häufig von der Natur inspirieren, was in den vielen biomorphen Werken der beiden deutlich wird. Bereits in den Siebzigerjahren war Henry Moore mit einer Ausstellung in Rolandseck zu Gast, seine Skulptur „Large Two Forms“ steht seit 1979 vor dem ehemaligen Bundeskanzleramt in Bonn.

Neben den monumentalen Skulpturen Moores, die hier teilweise zum ersten Mal in Innenräumen präsentiert werden, gibt es auch viele kleinere Figuren und Zeichnungen des Künstlers zu sehen. Die Ausstellung erstreckt sich über drei Etagen und zeigt Kunstwerke zu verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten. Dabei werden den Werken von Moore auch Exponate anderer bekannter Künstler aus der Arp-Sammlung und der Sammlung Rau gegenübergestellt. Prima, um neue Sichtweisen zu bekommen und die Einflüsse von Cézanne, Crivelli, Rossellino und vielen anderen großen Künstlern auf Moores Arbeiten zu verdeutlichen. Auch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Werken Moores und den Kunstwerken von Hans Arp kann man hier gut erkennen.

Noch stärker als diese Gegenüberstellungen beeindrucken mich die großformatigen Figuren Henry Moores. Obwohl sie hier zum ersten Mal in Innenräumen ausgestellt werden, wird ihnen in den großzügigen und hellen Ausstellungshallen der nötige Freiraum gelassen. Im Zusammenspiel mit der minimalistischen und offenen Architektur des Gebäudes und dem tollen Ausblick auf die Hügellandschaft der anderen Rheinseite ergibt sich ein imposantes Gesamtbild.

Die Umgebung

Nach dem Ausstellungsbesuch genieße ich bei einem kleinen Mittagessen auf dem Balkon des Bistros den tollen Blick auf die Landschaft. Da kann man über die etwas langsame Bedienung auch mal hinwegsehen. Bei etwas mehr Zeit hätten wir gerne noch das Skulpturenufer Remagen besucht. Aber das muss bis zu unserem nächsten Besuch in dieser schönen Gegend warten.

Den ausführlichen Erlebnisbericht lest ihr auf www.bonnentdecken.de

Mehr Informationen zu eurer Anreise findet ihr hier.

 

Verfasst von

Hi, ich bin Sarah. Lebe in und blogge aus Bonn. Erfahrt mehr über mich und meine Reiseleidenschaft auf meinem Blog | www.tonlosekunst.de/tonlosekunst_blog