Schön da oben: Burg Are im Ahrtal

Burg Are

Der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen. Um den weiten Sommerhimmel und schöne Aussichten noch einmal so richtig zu genießen, hat mich mein letzter Ausflug in diesem Sommer in der vergangenen Woche nach Altenahr geführt. Dort befindet sich in unmittelbarer Nähe zum kleinen Ortskern die Ruine der Burg Are.

Das Städtchen Altenahr

Wie der Name schon erahnen lässt, schlängelt sich die Ahr durch das Stadtbild und die hügelige Landschaft und der hiesige Ahrwein wird in unzähligen Gaststätten ausgeschenkt, schließlich ist das Weinbaugebiet Ahr das größte geschlossene Rotweinanbaugebiet in Deutschland. Entlang der Hauptstraße gibt es viele Pensionen, Hotels und Gästezimmer, die zu den Zeiten der Weinfeste im September und Oktober fast alle ausgebucht sind. Die Ortsgemeinde Altenahr selbst hat nur knapp 2.000 Einwohner und ich habe in kurzer Zeit einmal den Ortskern durchquert.

Hinauf zur Burg Are

Leicht zu übersehen und wenig aufregend beginnt der Weg zur Burgruine zwischen zwei Häusern. Ein kleine Schild weist zum Rotweinwanderweg und zur Burg Are. Von dort aus geht es auf einem Schotterweg bergan und hinein in ein kleines Wäldchen. Nach wenigen Minuten durchwandere ich das erste Tor zur Burganlage und vor mir erstreckt sich der erste schöne Ausblick über das Ahrtal und den Ort Altenahr.

Die Burg Are und ihre Geschichte

Die Ruine der Burg Are erstreckt sich über mehrere Ebenen. Vom höchsten Turm – dem Bergfried – kann man in alle Richtungen Ausschau halten und die Felsformationen der umliegenden Berge bewundern. Im Innenhof der Burg stehen auf einer Wiese ein paar Bäume und ein Holztisch mit Bänken, ideal für ein Picknick und sehr idyllisch.

Die Burg Are wurde um das Jahr 1100 von Graf Theoderich erbaut und 1121 erstmals urkundlich erwähnt. 1246 schenkte Graf Friedrich von Hochstaden unter Zustimmung seines Bruders Konrad von Are-Hochstaden die Grafschaft Are mit der Burg Are dem Erzstift Köln. Konrad von Are-Hochstaden war zu diesem Zeitpunkt Erzbischof von Köln. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Burg weiter ausgebaut und befestigt. Lange Zeit galt die Burg Are als geistiges und kulturelles Zentrum für das gesamte Gebiet. Nach neunmonatiger Belagerung durch französische Truppen wurde die Burg 1690 schließlich erobert. Durch den Beschuss der Franzosen wurde die Burganlage stark beschädigt. In den kommenden Jahren wechselten mehrmals die Besatzer, bis schließlich 1706 kurkölnische Truppen die Burg übernahmen. Die Einwohner von Altenahr wurden in Folge von den Soldaten auf der Burg so bedrängt, dass sie den Kurfürsten Joseph Clemens von Bayern um Hilfe baten. Dieser ließ 1714 die Mauern der Burg im Einvernehmen mit den Dorfbewohnern sprengen. Seitdem ist die Burg eine Ruine. Brauchbare Baumaterialien wie Holz und Steine wurden anschließend für den Neubau des Amtshauses am Fuße des Burgberges und für den Wiederaufbau der zerstörten Häuser im Dorf genutzt.

In der Umgebung

Nach ungefähr einer Stunde laufe ich wieder zurück nach Altenahr. Ich setze mich noch für ein Stück Kuchen auf die Terrasse eines Cafés und suche mir auf meinem Handy eine passende Bahnverbindung heraus. Von Altenahr aus benötigt der vareo-Zug eine gute Stunde bis Bonn. Wer noch mehr Zeit mitbringt, kann den Ausflug nach Altenahr mit einem Besuch von Bad Neuenahr-Ahrweiler verbinden. Der Doppelort bietet neben den obligatorischen Weingastronomien zum Beispiel die Ahr-Thermen, die mittelalterliche Stadtmauer und das Flair eines Kurstädtchens mit Tradition.

Den ausführlichen Erlebnisbericht lest ihr auf www.bonnentdecken.de 

Mehr Informationen zu eurer Anreise mit dem vareo-Zug findet ihr hier.

 

 

Verfasst von

Hi, ich bin Sarah. Lebe in und blogge aus Bonn. Erfahrt mehr über mich und meine Reiseleidenschaft auf meinem Blog | www.tonlosekunst.de/tonlosekunst_blog