Packt (nicht nur) die Badehose ein … :) – ein Ausflug zur Steinbachtalsperre bei Euskirchen

Steinbachtalsperre bei Euskirchen

Was darf’s denn für euch sein? Schwimmen, wandern, biken, eine Partie Minigolf oder einfach nur die Seele baumeln lassen und viel Grün genießen?
An der Steinbachtalsperre bei Euskirchen geht das alles. Wenn ihr also Lust auf einen Draußen-Tag habt, der schon ein bisschen Nordeifel-Feeling mitbringt, seid ihr hier genau richtig: unberührte Natur, frische Luft, schöne Weitblicke und das alles gleich vor der Haustür der großen Städte im Rheinland.

Hin bringt euch der vareo-Zug bis zum Bahnhof in Euskirchen. Von dort ist es noch eine halbe Stunde Busfahrt bis zur Steinbachtalsperre, wo ihr vor der Wahl steht, mit welcher der vielen Freizeitaktivitäten, die hier möglich sind, ihr starten wollt. In besonderen Zeiten wie diesen ist es natürlich nicht ganz so spontan und ihr müsst ein bisschen vorplanen. Wenn ihr Lust auf einen Schwimmbadbesuch im wirklich superschön gelegenen Waldfreibad an der Talsperre habt, könnt ihr eure Tickets am Tag zuvor online reservieren. Es geht sogar – Verfügbarkeit vorausgesetzt – auch noch am Ausflugstag selbst. Und zwar mit einem Feierabendticket ab 17:00 Uhr. Solltet ihr also bei oder nach eurer Umrundung der Talsperre auf einem der zahlreichen Wanderwege merken, dass ihr doch noch Lust habt, mal kurz ins Wasser zu springen, könnt ihr es am späten Nachmittag auch spontan probieren. Alle Infos zum Eintritt unter Corona-Bedingungen findet ihr auf der Infoseite zum Freibad.

Im Bad selbst geht’s direkt sehr stilvoll los: Die Umkleidekabinen versprühen historischen Charme und stammen noch aus der Vorkriegszeit. Inzwischen sind sie stilgerecht instand gesetzt und ihr könnt euch denkmalgeschützt umziehen. Passend wäre es, wenn ihr da noch einen geringelten Einteiler aus Omas Zeiten dabei hättet 🙂 Es gibt tolle Becken, für Kinder, Nichtschwimmer oder Könner, die tummeln sich dort in »naturbelassenem« Wasser, was Mensch und Umwelt freut. Noch eine Info für Zahlenfanatiker und Freunde von Superlativen: Mit einer Wasserfläche von 7.500 m2 ist das Waldfreibad das größte künstlich angelegte Schwimmbecken in der Eifel. Platz zum Schwimmen ist also ausreichend da.

Für alle, denen das Bahnenziehen trotzdem nicht so liegt, warten eine 30 m lange Wasserrutsche und ein Wassertrampolin, das wirklich Spaß macht. Von oben könnt ihr euch das Ganze natürlich auch ansehen, nehmt einfach die Sprungturmplattform und genießt vor eurem Absprung die Aussicht. Für Mutige gibt es sogar ein 5-Meter-Brett. Ausgepowert könnt ihr dann auf den Liegewiesen unter uraltem Baumbestand ausruhen. Einfach nur mit Handtuch oder für das ganz entspannte Urlaubsgefühl mit Sonnenliege und -schirm, die ihr gleich hier im Schwimmbad leihen könnt. In einigen Bereichen des Bads steht euch auch freies WLAN zur Verfügung, aber schöner finde ich es doch mit Buch, Zeitung oder Zeitschrift, die später leicht sonnenmilchbefleckt von einem Sommertag im Freibad erzählen können. Und die Verpflegungsklassiker wie Limo, Eis und Würstchen gibt’s hier natürlich auch.

Für mich ist ja ein Tag im Naturfreibad schon perfekt und mit Action im Wasser, abtrocknen, wieder eincremen, essen, trinken, lesen und natürlich dösen auch schon ausgefüllt genug. Wer aber noch Energie hat und mehr erleben will, kann sich für eine Runde Minigolf an einer klassischen 18-Loch-Anlage entscheiden, natürlich auch mit den Bahnen, an denen man wirklich immer mindestens 7 Schläge braucht oder der Ball die Bahn andauernd verlässt. Keine Ahnung, wieso. Die Schlägerhaltung stimmt doch 🙂 Oder ihr umrundet die gesamte Talsperre auf einem schönen Rundweg. Das sind gute 3 km, für die ihr bei gemütlichem Gehen eine Stunde Zeit einplanen solltet. Und unterwegs könnt ihr auch noch etwas lernen. An ausgewählten seltenen Bäumen gibt es Infotafeln, die über die botanischen Besonderheiten aufklären und die Tour kurzweilig machen, bis ihr wieder die gigantische Staumauer erreicht. Die ist aus der Nähe sehr beeindruckend und solide. Gut so, schließlich muss sie dem Druck von mehr als 1,2 Mio. m³ Wasser standhalten.

Falls ihr Lust auf eine längere Tour habt und nicht nur die Steinbachtalsperre umrunden wollt, könnt ihr auch einen Rundwanderweg machen, der die Steinbachtalsperre mit der benachbarten kleineren Madbachtalsperre verbindet. Auch sie wurde ursprünglich als Wasserspeicher für die in Euskirchen ansässige Tuchindustrie angelegt. Heute ist sie vor allem als Angelrevier beliebt. Ein Großteil der Tour führt durch schattenspendenden Wald und es gibt keine steilen Anstiege. Ideal, wenn ihr den Weg bei sommerlichen Temperaturen gehen möchtet. Kleine Pfade führen euch dann durch das Naturschutzgebiet des Madbachtals und durch das Steinbachtal über Stock und Stein zurück zur Steinbachtalsperre. Für diese Rundtour (ca. 15 km) braucht ihr rund 4 Stunden. Da der Weg nicht durchgängig beschildert ist, guckt euch die Tour am besten auch noch auf einer Wanderkarte an.

Ob ihr nun wandern wollt, lieber ins kühle Nass springt, vielleicht sogar beides verbinden möchtet oder euch einfach nur der Sinn nach Relaxen an frischer Luft steht: Rund um die Steinbachtalsperre geht das alles.

In diesem Sinn: Habt einen schönen Tag draußen und genießt einen Urlaubstag gleich vor der Haustür. Die Steinbachtalsperre ist ideal, um zu erleben, wie weit weg ihr euch fühlen könnt, ohne dafür weit fahren zu müssen 🙂

Anreise: Mit den vareo-Linien RE 12, RB 22/RE 22, RB 24 sowie S 23/RB 23 erreicht ihr bequem den Bahnhof Euskirchen. Von dort aus fahren mit Beginn der Freibadsaison Buslinien der SVE direkt zum Waldfreibad an der Steinbachtalsperre: montags bis freitags die Buslinie 873 und samstags und sonntags die Buslinie 870 (ca. 30 Minuten Fahrzeit). Für motivierte Freizeitsportler gibt es als Alternative auch die Möglichkeit, mit der vareo-Linie S 23 bis zum Bahnhof Bad Münstereifel-Arloff zu fahren und von dort in ca. 50 Minuten durch Feld und Wald direkt zum Waldfreibad zu laufen.

Mehr Informationen rund um eure Reise mit dem vareo-Zug und zu besonderen Schutzmaßnahmen findet ihr unter vareo.de

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