Picknickdecke gesucht! Für die schönsten & grünsten Plätze in und um Trier

Moselstrand, Trier

Draußen essen ist angesagt. Natürlich, weil Sommer ist. Und natürlich, weil wir uns gerade in schwierigen Zeiten befinden. Und vor allem natürlich: Weil es einfach Spaß macht und bei toller Aussicht gleich noch besser schmeckt. 🙂

Wenn ihr auch Lust auf ein Picknick habt und euch jetzt nur noch ein lauschiges oder spektakuläres Plätzchen fehlt, an dem ihr eure Picknickdecke ausbreiten könnt, lest weiter. Wir stellen euch ein paar tolle Spots in und um Trier vor, an denen ihr euch mit Freunden oder Familie für eine schöne Zeit im Grünen treffen könnt.

Wer an Trier denkt, denkt auch schnell an die Römer. Das liegt nicht nur an der Porta Nigra, die gefühlt den Einband jedes zweiten Lateinbuchs ziert, sondern auch am Amphitheater, den Kaiserthermen oder … oder … oder. Von unserem ersten Picknick-Spot seht ihr diese und noch viele weitere Sehenswürdigkeiten wie die Römerbrücke, den Dom oder die Basilika von der anderen Moselseite und von weit oben. Der schöne Platz mit herrlicher Aussicht liegt unterhalb der Mariensäule auf dem Markusberg. Die Mariensäule thront hoch über Trier und bietet einen super Blick auf die Moselstadt – und mit den zahlreichen Stufen unterhalb der Säule auch ausreichend Sitzgelegenheiten für ein Picknick. Wer nicht hinlaufen will (das dauert durch die Innenstadt und über die Mosel rund 50 Minuten), kann vom Balduinsbrunnen am Trierer Hauptbahnhof aus mit der Buslinie 10 auf den Markusberg fahren. Und falls ihr dort oben noch Lust auf hausgemachten Kuchen bekommen solltet, der in eurem Picknickkorb vielleicht fehlt, dann lauft einfach noch ein kleines Stück weiter. Nach einer guten Viertelstunde erreicht ihr das Café Mohrenkopf, eine wahre Institution in Trier. Hier bekommt ihr im schönen Garten selbstgebackene Kuchen, aber auch herzhafte Gerichte. Alles natürlich mit einer tollen Aussicht auf Trier garniert. 🙂

Sollte euch der Weg über die Mosel zu weit sein, dann bleibt einfach in der historischen Innenstadt. Denn mit seiner zentralen Lage gleich neben der Basilika lädt der Palastgarten alle Fußmüden nach einer anstrengenden Stadtbesichtigung zu einer Verschnaufpause auf grünen Wiesen im Schatten alter Bäume ein. Ganz royal könnt ihr hier mit Ausblick auf das Kurfürstliche Palais Platz nehmen. Dieser wunderschöne Rokokopalast, der im 17. und 18. Jahrhundert eine ganze Reihe von Trierer Kurfürsten und Bischöfen beherbergte, verdient natürlich auch das passende Grün drumherum. Darum sitzt ihr im vorderen Teil der Parkanlage zwischen Skulpturen mythologischer Gestalten und Herrscherpersönlichkeiten und könnt das Wasserspiel der Brunnen genießen. Im hinteren Teil wirds dann ein bisschen bürgerlicher. Auf den großen Wiesen finden Ballspieler, Frisbee-Freaks und eben auch Picknickfreunde ihr Plätzchen. Im Palastgarten gibt es ebenfalls ein schönes Café, falls der Proviant bei euch nicht reichen sollte. Die Terrasse des Café Zeitsprung liegt direkt im Park und ist bei den Trierern vor allem fürs ausgedehnte Frühstücken beliebt. Der Palastgarten ist fußläufig vom Hauptbahnhof in Trier knapp 15 Minuten entfernt. Wer trotzdem fahren will, nimmt die Buslinie 2 oder 8 bis zum Halt Mustorstraße (samstags fährt die Linie 81). Die Fahrt dauert noch nicht mal 5 Minuten.

Noch einmal hoch hinaus gehts mit unserem Tipp für den Petrisberg. Im Rahmen der Landesgartenschau Trier 2004 ist auf einem ehemals militärisch genutzten Gelände eines der beliebtesten Wohnviertel von Trier entstanden. Kein Wunder, die Weinberge zu Füßen und eine lohnende Aussicht auf das Herz der Stadt. Hier oben treffen sich auf den Wiesen rund um die Spielplätze und Sportanlagen, zum Beispiel am Luxemburger Turm (von hier könnt ihr bei guter Sicht bis nach Luxemburg schauen) oder am Wasserband, auch viele Familien für ein Picknick. Die Buslinie 4 (am Samstag fährt die Linie 85) bringt euch vom Hauptbahnhof in einer ca. 10-minütigen Fahrt auf den Petrisberg.

 

Kaum zu glauben, aber wahr: Eine der schönsten grünen Oasen Triers liegt direkt neben einem lärmigen Verkehrsknotenpunkt, dem Verteilerkreis. Davon bekommt ihr aber – versprochen – überhaupt nichts mit. Denn Nells Park, oder für die Trierer: Nells Ländchen, ist die größte öffentliche Grünanlage in der Moselstadt. Benannt nach ihrem Gründer Johann Nikolaus von Nell, sollte die Parklandschaft im englischen Landschaftsgartenstil mit der festen geometrischen Formgebung barocker Gärten aufräumen und die Natur wieder Natur sein lassen. Statt gerader Alleen gibt es hier verwunschene kleine Pfade, statt repräsentativer Brunnen kleine Bachläufe, die in Teiche münden. Im größten von ihnen dient die Insel in der Mitte als geschützter Brutbereich für Enten und Gänse. Besonders im Frühsommer lohnt sich ein Besuch in Nells Park, denn dann erwarten euch Rhododendronalleen und der wunderschöne Rosengarten mit einem wahren Blütenmeer. Ob sich darüber auch schon Napoleon gefreut hat? Belegt ist das nicht, sein Besuch in Nells Park im Jahr 1804 allerdings schon. 🙂
Vom Trierer Hauptbahnhof bringt euch an Wochentagen die Buslinie 30 zur Parkanlage (Fahrtdauer ca. 7 Minuten), am Wochenende fährt die Linie 86.

Klar, für Trier sind die Römer wichtig. Aber da gabs doch noch etwas? Genau, den legendären Moselwein. Ganz nah am Fluss seid ihr am Zurlaubener Ufer. Zurlauben, von den Einheimischen Zalawen genannt, ist eigentlich eine bewohnte Uferpromenade mit vielen überdachten Terrassen und Gartenhäusern. In vielen der alten, um 1800 entstandenen Fischerhäuser haben heute Restaurants und Gasthäuser mit wunderschönen Terrassen und Gärten ihren Platz gefunden. Ihr findet euren für ein lauschiges Picknick mit Panoramablick auf die Mosel bestimmt auf der großen Freitreppe, die erst vor Kurzem im Rahmen der Deichsanierung entstanden ist.

Solltet ihr euren Picknickausflug übrigens noch vor dem 20. September schaffen, dann könnt ihr richtig abheben. Das drittgrößte mobile Riesenrad der Welt macht dann nämlich am Ufer Station und bringt euch in Zweiergondeln bis auf 60 m Höhe. Perfekt für eine grandiose Aussicht auf Trier, Mosel und die Region. Zum Zurlaubener Ufer könnt ihr laufen, das dauert vom Hauptbahnhof aus ungefähr eine Viertelstunde. Oder ihr nehmt den Bus, der bringt euch dann (es fahren sehr viele Linien zum Ufer, zum Beispiel die Linien 25, 87, 260, 400 oder 420) in ca. 8 Minuten hin.

Ihr verreist in diesem Sommer nicht? Dann breitet eure Picknickdecke für das ultimative Urlaubsgefühl doch trotzdem am Sandstrand aus. Okay, nicht am Mittelmeer oder in der Südsee, aber am neuen Moselstrand ganz in der Nähe des Nordbades, der Ende Juli 2020 eröffnet hat. Feinster Sand, Liegestühle, Sonnenschirme, Palmen und eine Strandbar machen das Urlaubsfeeling komplett. Neben dem Gastro-Bereich Moselperle, wo ihr mit einem eigenen Picknick wahrscheinlich nicht so gut aufgehoben seid, gibt es eine zusätzliche Liegefläche, die allen Besuchern offensteht, auch wenn sie das gastronomische Angebot nicht nutzen möchten. Nach dem Chillen könnt ihr euch auch gleich noch sportlich ausprobieren: An der Beach-Landschaft gibt es einen Stand-up-Paddle-Verleih. Zum Moselstrand bringen euch genau die Buslinien, die auch zum Zurlaubener Ufer fahren.

Das ist nur eine kleine Auswahl an Tipps für eure Picknickdecke. Bestimmt findet ihr beim Schlendern durch die Stadt noch viele weitere verwunschene Ecken und Plätze, an denen man mit Freunden oder der Familie die Sommerzeit draußen genießen kann. Wir wünschen allen Sonnenanbetern, Flaneuren, Weitblickern und Picknickfreunden eine schöne Zeit im Grünen unter freiem Himmel.

Anreise: Zum Trierer Hauptbahnhof fahren die vareo-Linien RE 12 und RE/RB 22.

Mehr Informationen rund um eure Reise mit dem vareo-Zug und zu besonderen Schutzmaßnahmen findet ihr unter vareo.de.

Verfasst von

Richte dein Gesicht immer zur Sonne und die Schatten werden hinter dich fallen. (W.W)